Medizinische Masken ab Montag Pflicht

Zu den Konsequenzen des bis Mitte Februar 2021 verlängerten Lockdowns nimmt HVB-Geschäftsführer Christian Fischer wie folgt Stellung:

„Trotz des verschärften Lockdowns wird die HVB den Fahrplan bis 15.02.2021 nicht weiter anpassen. Der Regionalverkehr fährt damit uneingeschränkt Volllast wie im sonst üblichen sog. „Schulfahrplan“. Wir schulden unseren Fahrgästen in dieser Zeit auch Stabilität.  

Es gilt ab Montag auch die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske. Die bisher von uns akzeptierten auch kreativen Varianten „Stoffmaske“ und „Eigenbau“ werden dann nicht mehr akzeptiert und das Tragen führt zur Verweigerung der Beförderung.  

Eine weitere Anpassung des Stadtverkehrs Wernigerode wird es im gleichen Zeitraum nicht gegeben. Eine Fahrgastzählung mittwochs Vormittag an der zentralen Haltestelle „Rendezvous“ hat in der Spitze eine Besetzung mit maximal 21 Fahrgästen pro Bus ergeben. Dies entspricht einer Kapazitätsauslastung von 25%. Das Beförderungsniveau in der 3. Kalenderwoche beträgt im Vergleich zum Vorjahr nur 33%.  

Dem in Diskussion befindlichen Vorschlag nach einer ‚Schweigepflicht in Bus und Bahn‘ erteilt das Harzer Unternehmen eine klare Absage: In HVB-Fahrzeugen kann auch weiterhin gesprochen werden, solange andere Personen aufgrund der Lautstärke nicht gestört werden. Die „Schweigepflicht“ ist ein weiterer praxisuntauglicher und nicht durchsetzbarer Vorschlag, der unsere Fahrgäste und Mitarbeiter nur unnötig verunsichert. Im Übrigen ist diese Grundrechtseinschränkung auch in rechtlicher Hinsicht problematisch, da der angestrebte Zweck (Infektionsschutz) auch durch ein milderes Mittel (medizinische Maskenpflicht) erreicht werden kann. Im Übrigen seien die Fahrzeuge derzeit nur sehr schlecht ausgelastet. Die Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahme wäre somit nicht gegeben.“